Für Fachkreise

Nonverbale Kommunikation als methodischer Zugang

Kizuna Konzept ist ein methodischer Baustein für die Arbeit mit Paaren: nonverbale Kommunikation als beobachtbarer Prozess, das Seil als Resonanzkörper, Co-Regulation als Erfahrung.

Hagen Alkis, Entwickler des Kizuna Konzepts, im Porträt
Adressaten

Für alle Adressaten

Kizuna versteht sich nicht als Konkurrenz zu bestehenden Ansätzen, sondern als Werkzeug, das sich in sie einfügt. Wer bereits mit Nähe, Körper und Beziehung arbeitet, findet hier eine Erweiterung – keine Neuausrichtung. Wählen Sie Ihr Fachgebiet: Zu jedem Adressaten gibt es eine eigene Seite mit Methodik, Fragen und Antworten.

In der Praxis

Methoden für Paarberatung und Paartherapie: Was das Kizuna Konzept Ihrer Praxis ermöglicht

Paare, die alles schon besprochen haben, kommen über nonverbale Kommunikation oft weiter als über das nächste Gespräch. Das Seil gibt der Aufmerksamkeit eine Form.

Absprache, Signal, Abbruch, Nachgespräch: Kizuna macht den Konsensprozess zu etwas, das Paare üben und das Sie als Fachperson nachvollziehen – statt es nur vorauszusetzen.

Atemangleichung, Tonusveränderung, Tempowechsel. Was in der Theorie erklärt wird, lässt sich in einer Seilsequenz direkt erleben und anschließend benennen.

Jede Sequenz endet mit einer kleinen Form, die Paare zu Hause ohne Anleitung wiederholen können. Das trägt den Effekt über die Sitzung hinaus.

Fundament

Theoretische Verankerung

Kizuna ist Praxis, aber keine beliebige. Die Methodik wird konsequent an etablierte Modelle rückgebunden – jede Übung bleibt erklärbar.

Polyvagal-Theorie

Stephen Porges

Sicherheit als physiologischer Zustand – und die Bedingungen, unter denen er entsteht.

Bindungsforschung & EFT

Sue Johnson

Nähe-Distanz-Muster, die im Körper sichtbar werden, bevor sie benannt sind.

Interpersonelle Neurobiologie

Daniel Siegel

Co-Regulation zwischen zwei Nervensystemen als übbarer Prozess.

Paarforschung

Gottman, Perel

Was Bindung langfristig trägt – übersetzt in Erleben statt in Vorsätze.

Rahmen

Ethik und Grenzen der Methode

Diese vier Punkte sind Voraussetzung für die Arbeit mit Kizuna – nicht Kleingedrucktes.

Die Methode ersetzt keine Therapie

Kizuna ist Erfahrungsarbeit. Wo Traumafolgen, Gewalt oder akute Krisen im Raum stehen, gehört die Arbeit in einen therapeutischen Rahmen – Kizuna kann daneben stehen, nicht an ihrer Stelle.

Die Rolle bleibt Ihre

Sie bleiben in Ihrem Setting, mit Ihrer Berufsordnung und Ihren Grenzen. Kizuna liefert Methodik, keine neue Identität und keine abweichenden Standards.

Würde ist nicht verhandelbar

Kein Schmerz als Selbstzweck, keine Unterwerfungsdynamik, keine sexuelle Handlung im Setting. Das Seil ist Resonanzkörper, nicht Machtmittel.

Keine Heilsversprechen

Weder gegenüber Paaren noch in der eigenen Außendarstellung. Was Kizuna kann, wird beschrieben; was es nicht kann, ebenso.

Termine

Kizuna lernen & verstehen

Vier viertägige Formate für Paarberater, Coaches und Therapeuten, die nonverbale Kommunikation praktisch in ihre Arbeit integrieren wollen. Jeweils Donnerstag bis Sonntag, mit begrenzter Teilnehmerzahl.

Zum Kennenlernen: kostenloses Online-Webinar am Dienstag, 1. Dezember 2026, 10:00 Uhr.

Als Einstieg: Fachtag für Fachkreise am Samstag, 12. Juni 2027, 10:00–17:00 Uhr. 249 € pro Person inkl. Unterlagen und gesetzlicher Umsatzsteuer, maximal 12 Teilnehmende.

Termin 1

25.–28. Februar 2027

Donnerstag bis Sonntag, Münster. Einstieg in die Methode: Wahrnehmen, Abstimmen, Verbinden.

Termin 2

06.–09. Mai 2027

Donnerstag bis Sonntag, Münster. Vertiefung der Praxis mit Fallbeispielen aus dem eigenen Setting.

Termin 3

16.–19. September 2027

Donnerstag bis Sonntag, Münster. Für Fachpersonen mit erster Kizuna-Erfahrung oder direktem Einstieg.

Termin 4

09.–12. Dezember 2027

Donnerstag bis Sonntag, Münster. Jahresabschluss-Termin, kleine Gruppe.

Ausbildung

Die Ausbildung entsteht gerade

Curriculum, Termine und Konditionen werden derzeit ausgearbeitet. Statt vorläufige Zahlen zu veröffentlichen, die sich noch ändern, steht hier, was bereits feststeht – und Sie lassen sich unverbindlich vormerken.

Steht fest

Modularer Aufbau

Die Ausbildung wird in aufeinander aufbauenden Modulen stattfinden, mit Praxisphasen zwischen den Blöcken statt eines einzelnen Intensivkurses.

Steht fest

Kleine Gruppen

Begleitete Arbeit am eigenen Können lässt sich nicht skalieren. Die Gruppengröße bleibt bewusst klein.

Steht fest

Eigene Erfahrung zuerst

Wer Kizuna anleitet, hat es selbst durchlaufen. Die eigene Erfahrung mit Geben und Empfangen ist Teil des Wegs, keine Option.

Steht fest

Abschluss mit Nachweis

Am Ende steht eine Zertifizierung zum Kizuna-Trainer, verbunden an die Einhaltung des ethischen Rahmens.

Unverbindlich

Auf die Interessensliste

Tragen Sie sich ein, und Sie erfahren als Erstes, wenn Curriculum, Termine und Konditionen stehen. Kein Newsletter, keine Verpflichtung – eine Nachricht, wenn es etwas zu sagen gibt.

Wer früh auf der Liste steht, wird außerdem in die Ausgestaltung einbezogen: Welche Module braucht Ihre Praxis wirklich?

Häufige Fragen

Was Fachpersonen fragen

Nein. Die Ausbildung beginnt bei null und baut die Handhabung von Grund auf auf. Wichtiger als Seilerfahrung ist Erfahrung in der Arbeit mit Menschen.

Nein. Die Praxisanteile lassen sich innerhalb der Gruppe durchführen. Wer zu zweit kommen möchte, kann das tun.

Kizuna verlangt keine Abweichung von bestehenden Standards und definiert klare Grenzen – kein sexueller Kontakt im Setting, kein Therapieanspruch. Die Prüfung für Ihr konkretes Berufsfeld bleibt bei Ihnen.

Es gibt Überschneidungen in der Haltung, aber Kizuna setzt einen anderen Schwerpunkt: Das Seil erzeugt einen äußeren Rahmen, an dem Nähe und Grenze für beide sichtbar werden. Viele Teilnehmende kombinieren es mit dem, was sie ohnehin tun.

Nach Abschluss der Zertifizierung ja, im Rahmen der vereinbarten ethischen Standards. Details regelt die Trainervereinbarung, die mit dem Curriculum veröffentlicht wird.

Der Termin steht noch nicht fest. Wer auf der Interessensliste steht, erfährt es als Erstes, sobald Curriculum, Termine und Konditionen stehen.

Lieber erst einmal sprechen?

Ein Gespräch klärt in zwanzig Minuten mehr als jede Seite. Schreiben Sie kurz, woran Sie arbeiten.